Kwa kuwa atakuagizia malaika zake Wakulinde katika njia zako zote. - Zab. 91,11

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Mittwoch, 30. Mai 2012

In unserer letzten Woche sind wir im Maternity Departement bzw. Neonatologie. Die letzten 2 TAge waren wir im Kreissaal. In dem RAum stehen 4 Stahlliegen, mit je einer Plastikwanne, auf denen die Mamas ihre Kinder bekommen. Als Unterlage bringen jede Frau eine Plastikfolie mit. Ueberall sind Fliegen, Boden und Waende sind mit Blutspritzer verziert. Der Raum erinnert sehr an eine Metzgerei. Nach der Geburt, werden die Kids in einem Tuch irgendwo im Raum abgelegt, bis die Mamas aufstehen koennen und sie mitnehmen. Dann laufen die beiden in ein anderes Zimmer, in dem 30 Muetter und Kinder auf 15 Betten bzw. Boden verteilt liegen. Im Kreissaal liegen neben den strampelnden gesunden auch die Totgeburten im Erstversorgungseck. Sie werden von den Mamas mit nach Hause genommen und dort dann beerdigt. Taeglich sterben ca. 5 Kinder. Am 2. Tag durften wir endlich selbst ran und in 2,5 Stunden hat jede von uns 2 Kids auf die Welt geholt, waehrend die jeweils andere die Erstversorgung des Neugeborenen uebernommen hat. Bibi hat anfangs versucht ums i.m. spritzen bei der Mutter drum-rum zu kommen - Widerstand war aber zwecklos. Der APGAR der Kinder wird natuerlich - wie sollte es anders auch sein, geschaetzt. Gestern Mittag wollten uns nach einigen gescheiterten Versuchen diese Woche, 2 der Medizinstudenten treffen. Wir haben schon nicht wirklich damit gerechnet und waren dann umso erstaunter, als die beiden nach nur 40 minuten warten vor uns standen. Offensichtlich hatten sie auch schon alles geplant und so haben wir einen ziemlich spontanen aber wunderschoenen Mittag im Zanzibar Zoo verbracht. Ausser Tieren haben uns vor allem die Safran-, Vanille-, AloeVera-, Zimt- und etliche andere Gewuerzpflanzen zum staunen gebracht.

Montag, 28. Mai 2012

Hi ihr lieben, für alle die bisschen mitbekommen haben wies am WE war: uns gehts super bestens, wir genießen jetzt die letzten Tage und freun uns euch nächste Woche wieder zu sehn. Liebste Grüße:)

Freitag, 25. Mai 2012

HAPPY BIRTHDAY liebe Sveni !!!
Da die Wettervorhersage fuer den Rest unseres Aufenthalts Regen prophezeit, sind wir diese Woche fuer einen Tag an die Ostkueste, zu einem der schoensten STraende Zanzibars. Leider war es statt leicht bewoelkt komplett grau und das Wasser fehlte Dank Ebbe auch. Nach einer halben Std. Muscheln sammeln, haben wir uns wieder auf den 1,5h Rueckweg gemacht und waren wirklich dankbar, als wir lebendig in Stone-Town aussteigen konnten. In den TRansporter, bei dem die Windschutzscheibe schon mehrere Glasbrueche hatte, quetschten sich auf 12 Sitzplaetze ca. 25 Leute und so fuhren wir mit zeitweise 120 km/h ueber Strassen, die aus mehr Schlagloechern als Teer bestehen. Wir haben es geschafft, in einem Auto Seekrank zu werden. Die Einheimischen fahren teilweise statt Dala-Dala auf der Ladeflaeche eines Lastwagens mit. Hier sind das dann mal schnell 50-80 Personen stehend !!! Auf einem Motorroller sieht man meistens auch 2-4 Personen. Bibi hat sich leckere Cashew Nuesse gekauft und nach der 3/4 Packung haben wir mal eine in der Mitte zerteilt und viele kleine Larven in Mottennetzen gefunden - yummy. Wir achten eben auf einen Eiweisreiche Ernaehrung. Nach 10 STd. ohne Strom und vielen Anrufversuchen bei unserem Ansprechpartner, haben wir heute auch noch dazu gelernt, wie man per pre-paid wieder Strom in die Bude bekommt. Hier wird es uns eben nie langweilig :)

Sonntag, 20. Mai 2012

In Afrika soll es die schoensten Sonnenuntergaenge geben? Das koennen wir auf jeden Fall bestaetigen. Diese Woche hatten wir die Gelegenheit, zwei solcher atemberaubenden, unvergesslich schoenen Sunsets zu erleben. Einmal sogar mit Blick ueber Stone-Town und die riessige afrikanische Sonne, die im indischen Ozean versinkt. Was auch schon fast unglaublich Bilderbuchmaessig ist, ist der Strand und das Meer um Prison Island. Dorthin haben wir gestern einen Ganztagesausflug mit Schnorcheln und Besuch bei den Riessen-Schildkroeten gemacht. Bibi hat dabei den Quallen persoenlich Hallo gesagt und jetzt ein wunderschoenes rotes Tattoo rings um den Bauch, Oberschenkel und Hand. Heute Morgen haben wir einen Suaheli Gottesdienst besucht. Hier sitzen Maenner und Frauen getrennt und natuerlich kommt auch hier jeder wann er Zeit findet. Am We haben wir uns mit einer Freundin von zu Hause getroffen, dier fuer eine Jahr in Uganda ist und zufaellig in dieser Woche auf Zanzibar Strandurlaub gemacht hat. Die Welt ist ein Dorf.

Mittwoch, 16. Mai 2012

Was wir hier erleben duerfen, ist wirklich ein Geschenk. Im Krankenhaus sind wir mittlerweile bestens ins Team integriert und duerfen nahezu alles machen, was zuHause Arzt Aufgabe ist. Nur einen intraossaeren Zugang selbst zulegen, haben wir bisher noch abgelehnt, das schauen wir uns lieber noch ein paar mal an. Ansonsten werden wir bei Aufnahmen gefragt, was unsere Impression ist und das wird dann als Diagnose dokumentiert. Desinfektionsmittel wird eher selten benutzt, dafuer eignet es sich zum Grill anschmeissen beim Barbecue ganz gut. In den Raumen des KHs wohnen Katzen und unzaehlige Insekten jeder Art, ausserdem klingelt staendig irgenein Handy und Aerzte und Nurses lassen dann alles inklusive Patient stehen uns liegen und telefonieren erst einmal in aller Ruhe. Viele Kids sind heftigst unterernaehrt. Ein HB von 2-6 ist auch keine Seltenheit. Am Montag durften wir zum ersten Mal Reanimationen erleben, bzw. selbst reanimieren. Waehrend Tamy ein 900g Fruehchen bebeutelte, hoerte das 9 Monate alte Nachbarkind auf einmal auch auf zu atmen und nachdem Dr. Kristoffer auch keine Herztoene feststellen konnte, durfte ich mit Herzdruckmassage beginnen. Nach 12min. war sie herztechnisch wieder stabil, musste aber weiter beatmet werden. Da wir nur einen Ambubeutel hatten, mussten wir uns zwischen den 2 Reas abwechseln, bis nach 20min. endlich jemand einen 2. gebracht hatte. Da auch nur ein Monitor funktioniert, hoerte bei unserer kleinen Pat. zunaechst unbemerkt wieder das Herz auf zu schlagen und wurde damit erneut Rea pflichtig. Ich war weiterhin am bebeuteln und ein Medizinstudent war fuer die Herzkompression zustaendig. Tamy hat uns die staendig sinkenden Sauerstoffsaettigungen durchgegeben und als sie bei 6% war, meinte ein Student nur - think, we lost her -. Als die Patientin beo 50% Saettigung war, konnte Tamy endlich, den nicht ganz so motivierten Studenten abloesen. In knapp 10 min. hatten wir 100% und ein schlagendes Herz erreicht. Wir haben uns nur angeschaut und hatten fuer einen Moment mit den Traenen zu kaempfen. Nach insg. 2,5 h haben wir an die Aerzte uebergeben und sind voellig fertig zuhause ins Bett gefallen. Leider sind beide noch am selben Abend gestorben, da vom KH Person keiner weiss, was im Notfall zu tun ist. Deshalb gab es am Folgetag auch das erste Rea-Training fuer Aerzte und Nurses.